Funktion, Kunst, Umweltsünde

Durch | 5. September 2022

Das ist eine seltene Kombination von Worten und es kommt noch ein viertes hinzu: Steinmännchen. In vielen Ländern der Erde wurden und werden teilweise immer noch gestapelte Steine als Wegzeichen genutzt.

Die orginalen funktionalen Steinmännchen sind eher kegel- oder pyramidenförmige Bauwerke, bei denen Stabilität im Vordergrund steht. Das Wegzeichen soll schließlich Wind und Wetter überdauern. So gesehen macht auch der Brauch Sinn, dass jede(r) vorbeikommende Wander:in einen Stein hinzufügt. Aus diesem Brauch und einem künstlerischen Bedürfnis entstand vielleicht die darstellende Kunst der Steinbalance. Das sind dann eher fragile Stapelungen von Steinen, die sehr schnell wieder einstürzen können. Mittlerweile wird das ein wenig zur Mode, manchenorts finden sich ganze Ansammlung balancierter Steinmännchen, die unter Umweltspakten kritisch gesehen werden können. Wie dem auch sei – ich mag diese Steintürmchen wenn sie fragil und isoliert sind. An einigen Orten ist auch klar, dass sie nicht lange überleben werden.

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